Abenteuer Afrika III

Gestern war Bescherung. Endlich! Der Abend der Enthüllungen - sozusagen. Bis in die Nacht zum Heiligen Abend hinein habe ich am 23. Dezember noch an Afrika gemalt, meinem Hund die Kekse weggefuttert - aus Versehen, versteht sich.

 

 

Aber ich habe es auch wieder gutgemacht. Yellow war nämlich der erste, der sein Weihnachtsgeschenk bekommen hat: eine Quietsche-Kuh von mir, getrocknete Hühnerbrust von meinem jüngsten Sohn, seines Zeichens angehender Tierpfleger, und selbstverständlich gab es auch noch ein paar von diesen leckeren Käse-Weihnachtssternen. 

 

Wie angedacht haben wir am Heiligen Abend dann auch zuerst gegessen, schön gemütlich Fleisch und Gemüse auf den Raclette-Grill gelegt, geredet und es uns einfach gut gehen lassen. Das habt ihr hoffentlich genauso gemacht. Also was sag ich euch, Afrika stand schön verhüllt im Hintergrund und ich war ziemlich die Ruhe selbst. Ich war ja schließlich auch zufrieden mit dem Resultat. Gebe ich gerne zu. Wenn es meinem Großen nicht gefällt, enterbe ich ihn zur Strafe. Schließlich hat mich das gute Stück ganz schön Nerven gekostet, mich einige Male an den Rand der Verzweiflung getrieben und mir schlaflose Nächte beschert. Ein Wechselbad der Gefühle könnte man es auch nennen. Doch nachdem der erste Baum "stand", dachte ich: Doch, ja, das kann noch was werden. Bäume und Büsche malen geht gut, habe ich schon oft genug gemacht. 

 

Letzter Stressfaktor waren die Giraffen. Nach gefühlten 100 Zeichnungen und einem Giraffen-Anatomy-Studium im Schnellverfahren wusste ich dann, wie die Giraffen auszusehen haben. Also nochmals schön auf Papier malen, mit Kohle die Ränder schwärzen und per Andruck aufs Bild pausen. Vorsichtig mit einem feinen Pinsel ausmalen - und nur nicht zittern und vermalen. Dann der letzte Baum und zum Schluss noch ein Schwarm Vögel. Und nur nichts falsch machen auf die letzten Mal-Meter. Es lief - und es lief gut. Noch ein bisschen Gras und dann: Ich habe fertig!

 

Dann der letzte kritische Moment: Die Enthüllung. Stille. Und dann die Worte: "Das ist mal richtig g… Das ist ja besser als das Original!"

 

Der älteste Sohn war mehr als baff, die Mutter mehr als zufrieden, und der Jüngste meinte: "Ich hätte da auch noch eine Wand frei." 

Besser hätte es nicht laufen können.

 

Ach, ihr wollt sicher das Endergebnis sehen. Hier ist es:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Abenteuer Afrika ist somit beendet - vorerst. Denn wer weiß, vielleicht male ich ein ähnliches Motiv noch einmal für eine der nächsten Ausstellungen. Nur befürchte ich, dass ich demnächst eine neue Herausforderung bekomme. Der Große verabschiedete sich mit den Worten "Ein Universum fehlt mir noch. Ich schick' dir mal ein Foto!" Na dann, ich liebe Herausforderungen.

 

Bis die Tage. Eure UKo